... für Hundetrainer

 

 

 

Ehrenamtliche Tätigkeiten . . . im Tierschutz / Tierheim

Inhalt dieser Seite: 

1. Physiotherapie für kranke und alte Fellnasen

    (aus persönlichen Gründen vorübergehend eingestellt!)

2. Physiotherapie für Besucher-Hunde an den offenen Sonntagen

    (aus persönlichen Gründen vorübergehend eingestellt!)

3. Tierheimhunde lernen das "Kleine 1 x 1" des Benehmens

    (aus persönlichen Gründen vorübergehend eingestellt!)

4. Vor- und Nachkontrollen im Auftrag diverser Tierschutzorganisationen

1. Physiotherapie für kranke und alte Fellnasen

Wie auch in normalen Haushalten/Familien gibt es auch in Tierheimen nicht nur junge und gesunde Tiere, sondern auch alte und kranke. In wieweit erforderliche Untersuchungen, Impfungen oder Behandlungen von Krankheiten von Tierärzten durchgeführt werden, hängt von gesetzlichen Vorschriften, vom Gesundheitszustand des Tieres und nicht zuletzt von den finanziellen Mitteln des Tierheimes ab. Da aber physiotherapeutische Behandlungen der ehe schon "gebeutelten" Fellnasen meist nicht im Budget eines Tierheimes enthalten sind, ich aber auch diesen Tieren ein möglichst angenehmen Aufenthalt im Tierheim ermöglichen möchte, therapiere ich seit Dezember 2011 bei Bedarf ehrenamtlich und kostenlos kranke und alte Fellnasen aus dem Tierheim Lippstadt.

 

Die Behandlung dieser Tiere erweist sich anfänglich als sehr schwierig, weil kein Besitzer dem Tier die erforderliche Sicherheit bietet, indem er einfach nur anwesend und im Blickfeld des Patienten ist. Zunächst gilt es somit für mich, das Vertrauen der Tiere zu gewinnen, um dann eine effiziente Therapie durchführen zu können. Nach anfänglichem Misstrauen ("Was will der von mir?") freuen sich die meisten Patienten schon nach kurzer Zeit, wenn sie mich sehen - sei es, weil ich ihnen Schmerzen nehme oder weil sie während der Behandlung einige Leckerchen von mir bekommen oder einfach nur, weil sie in der Anonymität des Tierheimes für eine kurze Zeit im Mittelpunkt stehen.

2. Physiotherapie für Besucher-Hunde an den offenen Sonntagen

An den offenen Sonntagen im Tierheim Lippstadt kümmere ich mich - wenn Sie es wünschen - auch um Ihren Vierbeiner. Termine bitte hier klicken!

  

Eine Behandlung beinhaltet:

 

  • Ausstreichung zum Aufwärmen
  • Massage zur Erhöhung des Stoffwechsels
  • Dehnungen zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit von Hals, Rücken und Gliedmaßen
  • Lösen von Verklebungen der Fellhaut von dem darunter liegenden Bindegewebe

 

Für eine Behandlung berechne ich 10,- Euro, die ich in voller Höhe dem Lippstädter Tierheim gespende. Wenn einem Hund die Situation zu stressig ist, wird die Behandlung abgebrochen und entweder nur zum Teil oder gar nichts berechnet. Haben Sie aber bitte Verständnis dafür, dass ich bei folgenden Kontra-Indikationen keine Behandlung durchführen werde:

 

  • Entzündungen
  • Tumoren
  • Fieber
  • Infektionskrankheiten
  • offene Wunden / Ekzeme
  • Blutungsneigung
  • Epilepsie
  • Frakturen unter 12 Wochen
  • frische Verletzungen von Muskeln, Bändern oder Sehnen
  • Trächtigkeit
  • nicht medikamentös eingestellte Herzerkrankungen

 

Da ich Ihrem Hund keinen Schaden zufügen möchte, ich aber weder eine Befundaufnahme durchgeführt, noch eine tierärztliche Überweisung vorliegen habe, bestätigen Sie mit Ihrem Eintrag in die Interessenten-Liste (liegt im Behandlungsraum aus!), dass Sie über die Kontra-Indikationen informiert wurden.

 

Selbstverständlich können Sie auch bei fremden Hunden zuschauen. Ich werde Ihnen jeden meiner Handgriffe leise erklären und Ihnen bei jeder Übung sagen, ob Sie diese bei Ihrem Hund selber durchführen können oder nicht. Im ersten Fall werden Sie sogar - nach vorheriger Einweisung und unter meiner Aufsicht - bei Ihrem Hund selbst Hand anlegen können.

 

 

Plakat für Hunde-Physiotherapie im Lippstädter Tierheim

 

3. Tierheim-Hunde lernen das "Kleine 1 x 1" des Benehmens

Immer wieder kommt es leider vor, dass ein bereits vermittelter Hund aus dem Tierheim wieder dort „einziehen“ muss, weil er den Erwartungen des neuen Halters nicht entsprochen hat oder er aus Sicht seines neuen Halters unerklärlicherweise das Wohnzimmer bei Abwesenheit zerlegt oder nach seinen Vorstellungen neu dekoriert hat.

 

Um diese Überraschungen bei der Vermittlung von Hunden zu vermeiden, trainiere ich bei Bedarf mit Hunden aus dem Tierheim in Lippstadt das „Kleine 1 x 1" des Benehmens. Den Hunden wird  - wenn erforderlich - die Angst vor dem Menschen genommen, Grundkommandos beigebracht und Sicherheit vor anderen Hunden Joggern, Autos oder Geräuschen gegeben.

 

Ziel soll es sein, dass wir dem neuen Halter einen Hund übergeben, der schnell eine Beziehung zu ihm aufbauen kann, die Grundkommandos beherrscht und sich zu einem souveränen Begleiter entwickelt.

 

4. Vor- und Nachkontrollen im Auftrag div. Tierschutzorganisationen 

Tiere alleine an Interessenten zu vermitteln ist eine einfache und tolle Sache. Es gibt Menschen, die ein Tier suchen, und es gibt Tiere, die ein neues Zuhause suchen. Tierschutzvereine möchten aber nicht nur Tiere vermitteln. Sie möchten auch gewährleisten, dass die Vermittlung dauerhaft und erfolgversprechend ist. Dies setzt eine optimale Vorbereitung und eine persönliche Betreuung nach der Vermittlung voraus. In der Fachsprache nennt man dies dann leider Vor- und Nachkontrolle.

  

Es gibt Gegebenheiten, die einfach gegen eine Vermittlung eines Tieres sprechen. Wenn sich z. B. eine ältere, gehbehinderte Dame in einen 2-jährigen Jack Russel Terrier namens Felix verliebt hat, und sie diesem den weiteren Aufenthalt in einem Tierheim ersparen möchte. Felix ist klein, sieht niedlich aus, ist nicht aggressiv und würde alle Liebe der Welt von der älteren Dame bekommen, die vorher einen Dackel hatte, der mit 16 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

  

Felix ist ein für die Jagd gezüchteter Arbeitsterrier mit ausserordentlicher Intelligenz, großem Mut und ausgeprägtem Temperament. Seine Ausdauer und sein Lauf- und Springvermögen würden die ältere Dame völlig überfordern. Spätestens bei der Vorkontrolle wird sich herausstellen, dass 100 Säcke gefüllt mit Liebe nicht ausreichen würden, um Felix' Ansprüchen gerecht zu werden.

 

Bei der Vorkontrolle ist es nun meine Aufgabe, mich über die neuen Lebensumstände des Tieres zu informieren, einen persönlichen Kontakt zu den Menschen aufzunehmen, die sich künftig um das Tier kümmern möchten und abzuwägen, ob eine Zusammenführung beider erfolgversprechend ist.

  

Bei der Nachkontrolle werden Erfahrungen mit dem neuen "Familienmitglied" seit der Übernahme  ausgetauscht und ggf. wertvolle Tipps zur Vermeidung von unerwünschtem Verhalten an die Hand gegeben.

  

Diese ehrenamtliche Tätigkeit wird von mir ohne Vergütung, verantwortungsvoll, mit großem Zeit- und Kostenaufwand, mit viel Engagement und im Sinne der Hunde und des Tierschutzes durchgeführt. 

 

  

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