... für Hundetrainer

 

 

 

Krankheiten des Bewegungsapparates

Prinzipiell kann die eigenständige Internetrecherche nach Informationen über Krankheiten durchaus nützlich sein. Das Internet ist eine große Chance, die Selbständigkeit der Hundehalter und ihr Selbstbewusstsein im Umgang mit Krankheiten, Tierärzten und Medikamenten zu stärken. Es ist aber wichtig, dass Informationen aus dem Internet stets kritisch hinterfragt werden. Zwar versuchen nicht alle, selbst eine Diagnose zu stellen, es kommt aber leider vor. Bitte tun Sie dies nicht, sondern stellen Sie Ihren Hund umgehend Ihrem Tierarzt oder Ihrer Tierklinik vor und überlassen Sie den dort arbeitenden Ärzten die Stellung einer Diagnose. Diese haben es schließlich gelernt.

 

Mancher Tierhalter glaubt, dass eine Hundephysiotherapie nicht erforderlich ist, weil sich das Krankheitsbild nach einiger Zeit von selbst bessert. Aussagen wie "die Natur hilft sich selbst" sind nicht selten zu hören. Vergessen wird aber, dass sich durch eine Schonhaltung - bedingt durch Schmerzen - die betroffene Muskulatur zurückbildet und die gegenüberliegende Muskulatur überbelastet wird. Jetzt passiert Folgendes: Der Körper hilft sich wirklich selbst, indem er seinen Schwerpunkt verlagert um Schmerzen zu reduzieren, er verändert das Gangbild und somit die eigentlich gesunde Statik des Körpers. Dies wiederum führt zu schleichenden Strukturveränderungen in Gelenken wie Ellbogen, Knie, Hüfte, Schulter und sogar im gesamten Verlauf der Wirbelsäule. Die "Schmerzspirale" nimmt Ihren Anfang. Daher ist eine frühzeitige und konsequente Physiotherapie auch für Hunde unentbehrlich - wie beim Menschen!

 

Anaplasmose

Infektionskrankheit bei Hunden, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Die Inkubationszeit beträgt ca. 2 - 20 Tage. Mögliche Ursachen: Zeckenbiss. Mögliche Symptome: Abgeschlagenheit, Fieber, Fressunlust, Polyarthritis mit Gelenkschmerz, Gelenkschwellungen, Lahmheit und Gewichtsverlust.

 

Arthritis

Gelenkentzündung, bei der nur die Gelenkinnenhaut mit den typischen Entzündungskriterien reagiert. Der Gelenkknorpel bildet sich zurück (degeneriert) und löst sich auf. Mögliche Ursachen: Verletzungen, Unfälle, Keimbefall, Überbelastung, intraartikuläre Injektionen, Borreliose (Zeckeninfektion). Mögliche Symptome: Lahmheit und Entzündungszeichen (Schmerz, Funktionseinschränkungen, Schwellungen, Hitze, Rötung)

 

Arthrose

Durch Zug-, Druck- u. Scherkräfte wird die Knorpeloberfläche angegriffen und es entstehen Furchen und Spalten. Osteophyten (Knochenanbauten) bilden sich und scheinen gelenkstabilisierende Strukturen zu sein und können abgesprengt werden. Es bilden sich schmerzhafte Gelenkmäuse.  Mögliche Ursachen: Traumen, Gelenkinstabilität, Fehlstellungen der Gliedmaßen, Knochenbrüche, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen. Mögliche Symptome: Anlaufschmerz, Schmerz bei Wetterumschwung, Lahmheit,  Bewegungseinschränkungen, Muskelatrophie, Muskelhypertonus.

 

Bandscheibenvorfall

Durch den Vorfall einer Bandscheibe in den Wirbelkanal kommt es zum Druck auf das Rückenmark. Man unterscheidet: 

  • Grad I (unvollständiger Vorfall, Bandscheibe ist mehr oder weniger stark vorgewölbt, der Bindegewebsring um sie herum aber noch intakt. Es wird lediglich Druck auf das Rückenmark ausgeübt)
  • Grad II (vollständiger Vorfall, der Bindegewebsring um die Bandscheibe ist gerissen, das Bandscheibenmaterial ist in den Wirbelkanal vorgefallen und hat diesen verdrängt oder zerstört)

Mögliche Ursachen:

  • Grad I (der Bindegewebsring trocknet aus, verliert an Elastizität, der innere Kern degeneriert und verkalkt. Meist im Alter von 4 - 6 Jahren)
  • Grad II (hier kommt es zu einer allmählichen Umwandlung des inneren Kernes in Fasergewebe. Alterungsprozess meist im Alter von 6 - 10 Jahren)
  • Unfälle, Stürze oder Überbelastungen

Mögliche Symptome:

  • Grad I = Schmerzen, Lähmungserscheinungen (motorisch und sensibel), wankender Gang, Überköten, aufgekrümmter Rücken.
  • Grad II = Zusätzlich zu den Symptomen des Grad I noch vollständige Lähmung der Vorder- und/oder Hintergliedmaßen (Fischrobbenstellung), Harn- und Kotinkontinenz (keine Steuerung) oder Harn- und Kotverhalten (von außen helfend eingreifen), keine Standkontrolle.

Bei einem Bandscheibenvorfall des Grades II mit vollständiger Lähmung wird viel zu häufig der Hund eingeschläfert! Selbst hier haben Sie mit der Hundephysiotherapie gute Chancen, dass Ihre Fellnase nach einigen Behandlungen wieder laufen kann. Voraussetzung ist, dass Sie sofort nach dem Vorfall behandelt wird und Sie mit viel Arbeit und Zeitaufwand und nach Anleitung des Hundephysiotherapeuten die Nerven wieder reaktivieren können. Ihre Fellnase wird zwar nicht mehr so laufen wie vor dem Vorfall, man wird auch vom Gangbild sofort erkennen, dass etwas mit ihr nicht stimmt (sehr schwankender Gang), aber sie wird vielleicht wieder selbständig laufen und Kot und Urin absetzen können. Sollte sich innerhalb weniger Tage keine Besserung einstellen, weil das Rückenmark zu stark geschädigt ist, werde ich die Empfehlung aussprechen, sich von Ihrer Fellnase zu trennen, da in diesem Fall keine Heilung mehr möglich und die Lebensqualität nicht mehr gegeben ist.

 

Borreliose

Akute fieberhafte Infektionskrankheit. Die Inkubationszeit beträgt ca. 2 - 5 Monate. Mögliche Ursache: Zeckenbiss. Mögliche Symptome: Appetitlosigkeit, Fieber, Schmerzen, Lahmheit, Entzündungen an wechselnden Stellen, Schwellungen, Überempfindlichkeit oder Lähmungen im Rückenbereich.

 

Canin Wobbler Syndrom

Kompressionssyndrom der caudalen Halswirbelsäule (C5 - C7). Der Wirbelkanal verengt sich konisch nach vorne, erhöhte Verschiebung / Instabilität der Wirbel beim Beugen und Strecken der Halswirbelsäule, Bandscheibendegeneration und Bandscheibenvorfälle sind die Folge. Mögliche Ursachen: Beschleunigtes Wachstum durch überreiche Fütterung, evtl. auch genetisch bedingt oder wiederholte Traumen. Mögliche Symptome: Schmerzen, verlangsamter, vorsichtiger  Gang, Koordinationsstörungen, gelegentliche Schwierigkeiten bei Aufstehen durch Halssteifheit, Steifheit der Vordergliedmaßen, übersteigerte spinale Reflexe, Korrekturreaktionen herabgesetzt, Kopf wird meist tief getragen.

 

Cauda Equina Kompressionssyndrom
Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen des Übergangs der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein, die zu einer Schädigung (Quetschung, Druck, Schwellung oder Entzündung) dieses Nervengebietes im Rückenmark führen. Neurologische Ausfälle, Bandscheibenvorfall oder Spondylose können die Folgen sein. Des Weiteren werden die Nerven für Blase und Darm nicht mehr richtig versorgt. Mögliche Ursachen: Übermäßiger Sport, vermutlich aber auch genetisch bedingt. Mögliche Symptome: Lahmheit einer oder beider hinteren Gliedmaßen, Koordinationsschwierigkeiten, verändertes Gangbild (Ballerinatanz), Schmerzen beim Aufstehen, Hochspringen, Schmerzreaktion  bei Druck auf den Processus spinosi L6-S1, Überempfindlichkeit beim Kämmen der Beckengegend, Selbstverstümmelung der Rutengegend, Harn- und Kotinkontinenz.

 

Ellbogendysplasie (ED)
Diese Fehlentwicklung ist angeboren oder entsteht während des Wachstums und führt zu
Gelenkmissbildungen. Mögliche Ursachen: 

  • OCD (siehe unter Osteochondrose!)
  • IPA (Isolierter Processus anconeus, hier bleibt die Ulna gegenüber dem Radius im Längenwachstum zurück. Somit wird der Condylus humeri gegen den Processus anconeus "gestoßen".)
  • FPC (fragmentierter Processus coronoideus, verzögertes Radius-Wachstum. Der Processus coronoideus wird übermäßig stark belastet und kann brechen.

Mögliche Symptome: Lahmheit, Pfote und Unterarm werden adduziert (zur Körpermitte herangeführt), Schwellung des Gelenks, passive Streckung schmerzhaft

 

Ellbogenluxation

Verrenkung des Ellbogens, wobei es zur vollständigen Lageveränderung von Humerus, Ulna und Radius kommt. Eine Ellenbogenluxation ist ohne Zerreißung des Bandapparates nur zur Seite möglich. Entweder luxiert nur der Radius oder es luxieren Radius und Ulna gemeinsam zur Seite. Oft ist die Luxation mit Frakturen kombiniert. Mögliche Ursachen: Traumen, Unfälle, Beißereien, Fehltritte. Mögliche Symptome: Akute Lahmheit, eingeschränkte Flexion und Extension, Schwellungen, Gliedmasse ist in Ellenbogenflexion  mit abduziertem Unterarm.

 

Femurkopfluxation

Herausspringen des Femurkopfes aus der Gelenkpfanne mit Zerreißung des Lig. capitis femoris und der Gelenkkapsel. Meist auch Schädigung der umgebenen Weichteile. Später kann es zu arthrotischen Veränderungen kommen. Mögliche Ursachen: Starke Gewalteinwirkungen wie Traumen, Unfällen, Stürze aus großer Höhe, Dreh- und Hebelwirkungen. Mögliche Symptome: Schmerz, Lahmheit, luxiertes Bein ist verkürzt, Abstand zwischen Trochanter Major und Tuber ischiadicum (Sitzbein) ist beim luxierten Bein vergrößert.

 

Frakturen

Durchtrennung des Knochens mit Zerstörung seiner Form. Es wird hierbei nicht nur der Knochen geschädigt, sondern auch die umgebenen Weichteile (Haut, Muskeln, Nerven, Sehnen, Bänder und Gefäße). Frakturformen: Abrissfraktur, komplette Fraktur, Grünholzfraktur (Knochen gebrochen, Knochenhaut intakt), Röhrenknochenfrakturen, z. B. Schulterblatt- oder Kniegelenkfraktur (nach Frakturlokalisation), z. B. Drei-Fragment- oder Trümmerfraktur (nach Fragmentzahl), geschlossene (ohne Hautperforation) und offene Fraktur. Mögliche Ursachen: Unfälle, Stürze, akute oder chronische Entzündungen, Knochengeschwülste (Krebs), Ermüdungsbrüche (Überbelastung). Mögliche Symptome:

 

  • Unsichere Frakturzeichen:
      > Schmerz
      > Bluterguss
      > Bewegungseinschränkungen
      > Lahmheit
  • Sichere Frakturzeichen:
      > Deformation
      > hör- und fühlbares Knirschen
      > abnorme Beweglichkeit

 

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Fehlbildung des Hüftgelenks, bei der die Hüftgelenkspfanne und der Oberschenkelkopf in ihrer Form nicht aufeinander abgestimmt sind. Es folgt die Degeneration des Gelenkknorpels und Entzündung der Gelenkkapsel. Man unterscheidet verschiedene Schweregrade der Hüftgelenksdysplasie: 

A-Hüfte = Kein Hinweis auf HD

B-Hüfte = Verdächtig für HD

C-Hüfte = Leichte HD

D-Hüfte = Mittlere HD

E-Hüfte = Schwere HD

Als Folge meist eine Arthrosebildung.

 

Mögliche Ursachen: Genetisch bedingt, wird aber auch durch zu eiweiß- und zu energiereiche Ernährung und erhöhte körperliche Aktivität beeinflusst. Mögliche Symptome: Anlauf-, Berührungs- und Belastungsschmerz, Lahmheit, Schwierigkeiten beim Aufstehen, Hinlegen und Springen, sinkende Belastbarkeit, Kaninchenhoppeln, verkürzte Schrittlänge, asymetrisches Becken, eingeschränkte Extension und Abduktion der Hüfte, hypertoner M. pectineus.

 

 

Keilwirbel

Angeborene Missbildung der Wirbelsäule im Ruten- oder Rückenbereich. Meist bei Rassen mit Korkenzieherartiger Rute. Weiter gibt es noch Block- und Halbwirbel. Mögliche Ursachen: Genetisch bedingt, Trauma bei der Geburt oder Später. Mögliche Symptome: Wirbelverlauf mit auffälligem, relativ spitzem Winkel, abgewinkelte Rute (Knickrute).

 

 

Kreuzbandriss / Schädigung des inneren Meniskus
Eine degenerative Veränderung des vorderen Kreuzbandes verursacht bereits eine Bandschwächung, sodass es nur noch ein geringes Trauma zur Ruptur bedarf. Es kommt zu mehr Beweglichkeit in diesem Gelenk. Sie führt schon bald zu einem Riss oder Abriss des medialen Meniskus.  Das hintere Kreuzband wird nur in sehr wenigen Fällen in Mitleidenschaft gezogen. Das gerissene Kreuzband kann unter keinen Umständen zusammenwachsen. Mögliche Ursachen:
Traumen, Arthrose, Durchblutungsstörungen des vorderen Kreuzbandes. Mögliche Symptome: Lahmheit, kein Durchstrecken des Knies in Bewegung, Schonhaltung im Stand, Schmerzen beim passiven Bewegen, "Meniskusklick" deutet auf Ruptur des medialen Meniskus hin.

 

Morbus Perthes

Der Hüftkopf wird meist im Alter von 3 - 10 Monaten nicht mehr durchblutet und stirbt langsam ab. Mögliche Ursachen: Vermutlich hormonell-, genetisch-, gefäß- und/oder stoffwechselbedingt. Mögliche Symptome: Meist einseitige Lahmheit, Schmerzen, Atrophie, schmerzhafte Abduktion, Funktionseinschränkungen.

 

Osteochondrose

Schmerzhafte Erkrankung der Gelenke (Schulter, Ellbogen, Sprunggelenk und Knie) bei heranwachsenden, mittelgroßen und großen Hunden. Erste Symptome zeigen sich im Alter von fünf bis acht Monaten. Das Knorpelgewebe im Gelenk wächst weiter ohne zu verknöchern. Der Knorpel wird zu dick um versorgt zu werden, denn über längere Strecken können Sauerstoff und Nährstoffe nur mit Hilfe des Blutes transportiert werden. Teile des Knorpels „hungern", werden „schwach" und können absterben. Häufig stößt das gesunde Gewebe das tote Gewebe ab, mit der Folge, dass Teile des Gelenkknorpels absplittern und als sogenannte „Gelenkmäuse" im Gelenk schwimmen. Mögliche Ursachen: genetisch bedingt, hormonell bedingt, zu energiereiche und kalziumhaltige Nahrung, Verletzungen (Verstauchungen), Überbelastung. Mögliche Symptome: Lahmheit, steifer Gang.

 

Patellaluxation
Herausspringen der Kniescheibe aus der Rollfurche.

 

Grad I  : manuelle Luxation führt zur spontanen Reposition.

Grad II : Kniescheibe luxiert beim Beugen des Knies und nimmt beim Strecken wieder die

             Normalposition ein.

Grad III: Kniescheibe lässt sich bei Streckung in Normalposition bringen, luxiert aber bei

             Bewegung

Grad IV: Kniescheibe ist luxiert und kann nicht mehr in Normalposition gebracht werden.

 

Mögliche Ursachen: Erbliche bedingte Achsenfehlstellungen von Femur oder Tibia mit unterschiedlich starken Abweichungen der Zugrichtung, nach Gelenkkapselruptur. Mögliche Symptome: Lahmheit (auch zeitweise), Schmerzen, Knirschgeräusche im Kniegelenk, plötzliches Strecken des Hinterlaufes im Lauf (Austreten), Ergüsse/Schwellungen im Gelenk, Muskelschwund, überwärmtes Gelenk.

 

Skoliose
Wachstumserkrankung mit seitlicher Verbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Verdrehung der Wirbel. Mögliche Ursachen: 
 idiopathisch (Ursache unbekannt), angeborene Wirbelfehlbildung, physiologische Funktionsstörung, Nerven- und Muskelerkrankungen, Skelettdysplasien, Bestrahlungen, Operationen, Traumen, Narbenbildung, Beinlängendifferenz. Mögliche Symptome: Funktionseinschränkungen verschiedener Organe wie Lunge (Kurzatmigkeit), Herz und Bauchorgane, Krümmung der Wirbelsäule,  verschleißbedingte Arthrose, Fehlhaltungen, asymmetrische Stellung von Schulter, Rumpf, Hüfte und Becken, Rücken- und Muskelschmerzen (Überbelastung) und Bewegungseinschränkungen.

 

Spondylose
Degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, bei der es zu brückenförmigen Knochenanbauten an der Wirbelsäule kommt. Die kleinen Wirbelgelenke können verknöchern. Mögliche Ursachen: Degenerative Veränderungen der Bandscheiben. Mögliche Symptome: gering eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Bewegungsunlust, Schmerzen vor der Verknöcherung, bei ruckartigen, heftigen Bewegungen können neurologische Ausfälle entstehen, Überempfindlichkeit, Verspannung der Rückenmuskulatur (aufgezogener Rücken, gespannter Gang), evtl. vollständige Lähmung der Hintergliedmaßen (Reflexe nicht mehr auslösbar), Harn- und Kotinkontinenz.

 

Spinalkanalstenose

Durch degenerative Veränderungen an Wirbelgelenken, Bändern und Bandscheiben verengen sich der Wirbelsäulenkanal und oft auch die knöchernen Nervenaustrittsöffnungen, wobei die Nerven mit der Zeit gequetscht werden. Mögliche Ursachen: Abnutzungserscheinungen, Fehlhaltungen, Überbelastung. Mögliche Symptome: Schmerzen, sehr geringe Ausdauer, Taubheitsgefühl im Gesäß und in den Beinen (Lecken, Knabbern), aufgewölbter Rücken.

 

Verspannungen

Als Verspannung wird ein schmerzhafter Zustand der Nacken-, Schulter- oder vorderen Rückenmuskulatur bezeichnet, bei dem sich der Muskeltonus (Muskelanspannung) durch Überanstrengung oder einseitige Haltung dauerhaft verstärkt hat. Die lange angespannte Muskulatur wird nicht mehr durchblutet, kann nicht mehr entspannen, verliert ihre normale Dehnbarkeit und verhärtet sich, was den Muskelschmerz hervorruft. Um den Muskelschmerz zu vermeiden, nimmt der Hund eine Schonhaltung ein, was die Anspannung einiger Muskeln zusätzlich verstärken kann und zu einem Teufelskreis führt. Mögliche Ursachen: Langes Verweilen in unbeweglicher Haltung, ungünstige Schlafposition, einseitige Belastung oder Fehlhaltungen bei sportlichen Aktivitäten, aber auch psychosomatische Ursachen wie Überforderung, Stress oder Angst. Mögliche Symptome: Hund zieht sich aus Angst vor Berührungen vor Menschen und Hunden zurück, steifer Gang, heftige Zuckungen bei Berührungen, Schonhaltungen, Bewegungsunlust, kurzes Fiepen oder sogar Schreien bei plötzlichen Bewegungen (z. B. beim Klingeln der Tür und plötzlichem Aufstehen).

 

Diverse Muskel-, Bänder- und Sehnenerkrankungen

Ruptur der Ursprungssehne des Biceps brachii, Tendovaginitis, Tendinitis der Ursprungssehne des Biceps brachii, knöcherner Ausriss der Ursprungssehne des Biceps brachii, Kontraktur des Musculus infraspinatus und Musculus quadriceps femoris, Ruptur des Musculus gracilis, Kontraktur des Musculus gracilis, Sehnenverletzungen, Muskelruptur und Myasthenia Gravis. 

 

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